Haemorrhoiden grad 1, 2, 3, 4, verstopfung, obstipationEine entsprechende krankhafte Hämorrhoidenveränderung kann in Abhängigkeit vom einzelnen Betroffenen unterschiedliche Grade aufweisen. Beschwerden sind ziemlich häufig, doch aus Schamgefühl wird kaum darüber geredet.


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Bei Haemorrhoiden Grad 1 sind ein oder mehrere Hämorrhoidalknoten vergrößert, aber noch nicht in den Analkanal vorgeschoben. In diesem Stadium ist die Vergrößerung noch reversibel.

Symptome

Schmerzen werden zu Beginn meist nicht verspürt, auch der Juckreiz und das Nässen setzt erst im fortgeschrittenen Verlauf ein. Ein erster Anhaltspunkt ist eine geringe Menge an Blut auf dem Toilettenpapier oder im Stuhlgang. Aber auch hier sollte der Betroffene nicht gleich in Panik ausbrechen. Dafür kann es auch andere Gründe geben. Aufklärung wird jedoch nur ein Arzt verschaffen können.

Weist eine Hämorrhoidenveränderung den Grad 1 auf, so äußert sie sich nicht bei jedem Betroffenen durch spürbare Symptome – eine Ursache ausbleibender Schmerzen ist unter anderem die Schmerzunempfindlichkeit der inneren Afterschleimhaut. Treten Symptome auf, so umfassen diese etwa lokalen Juckreiz und gelegentliche Blutauflagerungen auf Toilettenpapier oder Stuhl.

Im Rahmen eines Hämorrhoidalleiden 2. Grades treten die Hämorrhoiden bei vielen Betroffenen gelegentlich vor die Öffnung des Afters und sind währenddessen von außen erkenntlich.

Ursache

Verschiedene Ursachen werden diskutiert: Einer der am häufigsten genannten Gründe ist langes, starkes Pressen beim Stuhlgang. Dadurch erhöht sich der Druck auf die Hämorrhoiden und es kommt zu einem Blutrückstau, der dazu führt, dass sich die Gefäße schließlich knotenförmig vorwölben.

 

Behandlung, Hausmittel,  Medikament, Medizin

Bevor überhaupt über die Behandlung nachgedacht wird, sollte die Krankheit eindeutig diagnostiziert werden. Es gibt auch andere Leiden im Darmbereich. Bei ersten Symptomen sollte dennoch nicht gezögert werden. Der Besuch eines Arztes – bestenfalls gleich eines Proktologen – verschafft Sicherheit. Denn nur der Spezialist kann die Art und auch die Schwere der Krankheit feststellen und eine zielgerichtete Behandlung anordnen.

Die Therapie des Hämorrhoidalleidens richtet sich nach dem Erkrankungsstadium und den auftretenden Beschwerden. Die möglichen Maßnahmen reichen von Veränderungen im Bereich des Lebensstils bis hin zu operativen Eingriffen. Basistherapie jedes Hämorrhoidalleidens ist es, den Stuhl durch ballaststoffreiche Ernährung, reichlich Flüssigkeitszufuhr und Bewegung weich und geformt zu halten, langes und starkes Pressen beim Stuhlgang zu vermeiden und den After schonend zu säubern.

Hämorrhoiden 1. und 2. Grades werden überwiegend konservativ behandelt, während Hämorrhoiden der Grade 3 und 4 meist operiert werden. Eine Operationsform ist die so genannte Stapler-Methode, bei der mit einem Klammernahtgerät (Stapler) die Hämorrhoiden relativ schmerzarm entfernt werden. Nachblutungen und Schmerzen sind nicht ungewöhnlich nach einer Hämorrhoiden Operation. Wenn es passiert, bedürfen der ärztlichen Kontrolle.

Leichte bis mittlere Beschwerden können mit Salben oder Zäpfchen gelindert werden. Allerdings sollte eine kurzfristige Besserung der Symptome nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Medikamente das Leiden an sich nicht beheben können. Die Präparate enthalten einzeln oder in Kombination beispielsweise Wirkstoffe gegen Entzündungen wie Hamamelis (pflanzlich), Bufexamac oder kortisonhaltige Substanzen. Bei kortisonhaltigen Salben ist jedoch Vorsicht geboten: Sie erleichtern die Entstehung von Pilzerkrankungen des Darms. Der Juckreiz und die Schmerzen werden unter anderem mit Benzocain, Cinchocain oder Lidocain örtlich betäubt. Auch Sitzbäder mit entzündungshemmenden Gerbstoffen, z.B. aus Eichenrinde oder Kamille, können Linderung verschaffen.

Um Hautreizungen im Analbereich zu vermeiden oder zu lindern, empfehlen Experten beispielsweise, großen Wert auf die Intimhygiene zu legen – nach einem Toilettengang sollte der After darüber hinaus nicht mit trockenem, sondern mit feuchtem Toilettenpapier gereinigt werden.

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Sitzbad

Ein Sitzbad hilft den durch Hämorrhoiden verursachten Schmerz zu lindern und regt den Blutfluss an, wodurch die angeschwollenen Venen schrumpfen.

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Eisbeutel

Ein Sehr gutes und einfaches Mittel um Hämorrhoiden Beschwerden zu lindern und die Abschwellung der Gefäßknoten zu erreichen ist eine Kühlung der betroffenen Region. Entweder man nimmt ein Handtuch und füllt dieses mit Eiswüfeln oder Eisbeutel / Kühlgelkissen. Lege den Eisbeutel oder die Kompresse für 15 Minuten auf den Anal-Bereich.

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Vorbeugung: Faser- und ballaststoffreiche Ernährung

Essen Sie bei Beschwerden ballaststoffreich mit vielVollkornprodukten, Obst und frischem Gemüse, Getreide oder schonend zubereitet wurde. Trinken Sie viel Wasser und achten auf view Bewegung. Durch eine Änderung der eigenen Stuhlgewohnheiten kann auch Besserung erzielt werden.

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Eine gelegentliche Verstopfung lässt sich oft ohne ärztliche Hilfe beseitigen (siehe unten: “Verstopfung: Das können Sie selbst tun”). Wenn Verdauungsprobleme und harter Stuhlgang allerdings öfter auftreten, ist ein Arztbesuch ratsam.

Nicht kratzen

Die Haut um den Anus herum ist leicht reizbar und schnell entzündet – dies liegt daran, dass man den Afterbereich schwierig zu jeder Zeit trocken und sauber halten kann.  Wenn aber gekratzt wird, wird die Haut noch mehr beschädigt und somit der Juckreiz am After nur noch verschlimmert.

Jeder der schon einmal richtig scharf gegessen hat, weiß, dass auch die Ausscheidung von Chili zu einem unangenehmen Brennen und Juckreiz im Analbereich führen kann.

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Lokal eingebrachte Zäpfchen, Salben oder Cremes helfen gegen die Beschwerden bei kleineren Hämorrhoiden. Die letzte Möglichkeit, wenn die Schmerzen zu groß und die Leiden nicht auf anderen Wege zu beseitigen sind, ist ein Eingriff / Operation. Dabei werden die hervortretenden Hämorrhoiden mit dem Skalpell entfernt.

 

Eine andere Behandlungsform ist die Gummibandligatur, bei welcher die Hämorrhoiden abgeschnürt und nach einiger Zeit abgestoßen werden. Diese Methode eignet sich besonders für die Stadien 1 und 2.

Peinliche Frage: Hilfe, meine Hämorrhoiden sind nervig! Wo kommen die her?