Glaubst du wirklich Karl Albrecht und Bill Gates schreiben lange To-do-Listen und priorisieren jeden Punkt als A1, A2, B1, B2, B3, C1 und so weiter und so fort?

 

In einer Studie in Zeitmanagement und Produktivität, in der 200 Billionäre, Olympiasportler, Einserstudenten und Unternehmensgründer befragt wurden, wurden die Teilnehmer gebeten, ihren besten Rat bezüglich Zeitmanagement und Produktivität abzugeben. Und keiner von ihnen hat eine To-do-Liste erwähnt.

 

Es gibt drei große Probleme mit To-do-Listen.

  1. Der Zeitfaktor wird nicht beachtet.

Wenn wir eine lange Liste von Aufgaben haben, erledigen wir zuerst die, die innerhalb von wenigen Minuten abgeschlossen werden können, wodurch die größeren Aufgaben liegen bleiben. Studien haben ergeben, dass 41 % aller To-do-Listen niemals vollständig abgearbeitet werden!

  1. Die Unterscheidung zwischen ‘Wichtig’ und ‘Unwichtig’ fehlt.

Aus unserem Impuls heraus beschäftigen wir uns zunächst mit den einfachen Dingen und ignorieren das Dringende und Wichtige. (Wolltest du nicht auch schon längst einen Termin für die nächste Vorsorgeuntersuchung ausmachen?)

  1. To-do-Listen tragen zu Stress bei.

Unvollendete Aufgaben tragen zu stressigen und unkontrollierten Gedanken bei, bekannt in der Psychologie als der Zeigarnik Effekt. Es verwundert daher nicht, wenn wir uns am Tage von den Aufgaben überwältigt fühlen und nachts mit Schlaflosigkeit kämpfen.

 

Die Forschung zeigt eines deutlich: Produktive Menschen arbeiten nicht mit einer To-do-Liste, aber mit einem Kalender. Sie balancieren Aufgaben, Zeit mit der Familie, Geschäftliches, Training und andere Verpflichtungen in einem spezifischen Zeitplan. Viele planen dabei fast von Minuten zu Minute.