Der normale Stuhl (Fäkalie, Kacke) ist normalerweise hell- bis dunkelbraun.
Auch wenn Veränderungen der Stuhlfarbe oder Konsistenz normal sein können, sollten die meisten Abweichungen beobachtet werden.

Veränderungen der Stuhlfarbe

Die Symptome, die mit Veränderungen der Stuhlfarbe in Zusammenhang gebracht werden, sollte man welche haben, sind die Symptome einer anderen Ursache, die die Veränderung hervorrufen, Essen, Getränke oder Erkrankungen wie z.B.:

– Ernährung (rote Beete, Ernährung reich an grünem Gemüse, oder Lakritze)

– Erkrankung der Gallenblase

– Zöliakie

– Colitis ulcerosa

– Morbus Chron

– Tumore

– Divertikulitis

– Krebs, oder

– Hämorrhoiden

Veränderungen der Stuhlfarbe können auf Durchfall, Blutungen im Darm, Erkrankungen des Darms, der Leber, oder des Pankreas, und auf Medikation zurückgeführt werden.
Grüner Stuhl/Kacke ist eine häufige Verfärbung. Ursachen können Gallenpigmente sein, da bei Durchfall das Gegessene zu schnell den Darm passiert und somit die chemische Zerlegung nicht stattfindet, oder auch bestimmte Lebensmittel, wie günblättriges Gemüse oder Lebensmittelfarbe.
Roter oder schwarzer Stuhl kann ein Anzeichen für Blutungen im Magen-Darm-Trakt sein (von der Speiseröhre, Magen, Dünndarm oder Dickdarm) und sollte nicht ignoriert werden.
Wenn sich die Stuhlfarbe verändert, sollte man sich darauf austesten was man annimmt was der Grund sein könnte. Zum Beispiel könnte eine Endoskopie des Verdauungstrakts notwendig sein um roten oder schwarzen Stuhl zu untersuchen, wenn Blutungen vermutet werden. Die Behandlung von Veränderungen der Stuhlfarbe ist die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache.

Veränderungen der Stuhlfarbe

Die Veränderung der Stuhlfarbe alleine löst keine Symptome aus. Die zugrunde liegende Ursache von Veränderungen der Stuhlfarbe, -konsistenz, oder -form ist verantwortlich für jegliche Symptome.
Was hat es zu bedeuten, wenn sich die Farbe, Konsistenz oder Form deines Stuhls verändert?
Stuhlgänge haben üblicherweise eine hell- bis dunkelbraune Farbe, und betreffend der Farbe, der Menge und Form gibt es leichte Abweichungen von Person zu Person. Wenn solche Veränderungen des Stuhls auftreten, kann das bedeuten, dass der Magen-Darm-Trakt oder der gesamte Körper von einer Krankheit betroffen ist.

 

Welche Farbe hat normaler Stuhl?

Die Farbe des Stuhls (Fäkalien, Kacke) ist meistens braun. Wenn sich die Farbe verändert, dann machen sich die betroffene Personen, die Eltern oder die Pflegekräfte oft Sorgen. Das Vorkommen von Bilirubin in der Galle (ein Abbauprodukt von Hämoglobin in den roten Blutzellen, die normalerweise nach einer dienlichen Lebenszeit von einigen Wochen zerstört werden) ist im Allgemeinen verantwortlich für die Stuhlfarbe. Die Konzentration von Bilirubin kann die Stuhlfarbe von einem hellen Gelb bis zu fast Schwarz abweichen lassen. Veränderungen der chemischen Struktur von Bilirubin können verursachen, dass der Stuhl grünlich oder gelblich wird. Es kann auch zu gelbem Stuhl kommen, wenn der Stuhl dünnflüssig ist oder es zu einer Verringerung der Menge an Bilirubin, das in der Leber erzeugt wird, kommt. Bakterien und Verdauungsenzyme im Darm können auf das Bilirubin einwirken und seine Farbe verändern. Die meisten Veränderungen von einem Stuhlgang zum nächsten haben aber nur wenig Bedeutung.

Symptome und Anzeichen für Rektalblutungen (Blut im Stuhl, Hämatochezie)

Blut im Stuhl kann hellrot, bräunlich, schwarz und teerig, oder okkult (mit freiem Auge nicht sichtbar) sein. Ursachen für Blut im Stuhl reichen von harmlosen, lästigen Störungen des Verdauungstrakts, wie Hämmorhoiden und Analrissen, auf Grund harten Stuhls bei Verstopfungen, bis hin zu ernsthaften Erkrankungen wie Krebs. Blut im Stuhl sollte von einem Gesundheitsexperten untersucht werden.

Rektalblutung (in der Medizin als Hämatochezie bekannt) bezeichnet das Austreten von hellrotem Blut aus dem Anus, oft vermischt mit Stuhl und/oder Blutklumpen. Die meisten Rektalblutungen kommen vom Dickdarm, Mastdarm oder Anus. Die Farbe der Rektalblutung ist oft abhängig von der Stelle der Blutung im Magen-Darm-Trakt. Generell ist das Blut heller, je näher die Blutung beim Anus ist. Deshalb sind Blutungen im Anus, Mastdarm und dem Sigmadarm zumeist hellrot, während Blutungen im Querdarm und dem aufsteigendem Dickdarm (der Querdarm und aufsteigende Dickdarm sind ein ganzes Stück vom Anus entfernt) dazu neigen dunkelrot oder bräunlich zu sein.

Bei einigen Patienten kann die Blutung schwarz oder „teerig“ (klebrig) und faulriechend sein. Der schwarze, streng riechende, und teerige Stuhl wird als Teerstuhl bezeichnet. Teerstuhl tritt auf, wenn das Blut lange genug im Dickdarm ist, sodass die Bakterien es im Dickdarm in schwarzfärbige Chemikalien (Hämatin) zerlegen können. Deshalb ist Teerstuhl normalerweise ein Zeichen für Blutungen des oberen Magen-Darm-Trakts (z.B. Blutungen von Geschwüren im Magen, vom Zwölffingerdarm oder dem Dünndarm), da das Blut üblicherweise für längere Zeit im Verdauungstrakt ist bevor es den Körper verlässt. Manchmal kann Teerstuhl durch Blutungen im aufsteigenden Dickdarm auftreten. Blut aus dem Sigmadarm und Mastdarm wiederum bleibt normalerweise nicht lang genug im Darm um es den Bakterien zu ermöglichen es schwarz zu verfärben. In seltenen Fällen können massive Blutungen im aufsteigenden Darm, Dünndarm, oder von Geschwüren im Magen oder Zwölffingerdarm einen schnellen Durchlauf von Blut durch den Magen-Darm-Trakt hervorrufen und in hellroten Blutungen des Mastdarms resultieren. In solchen Fällen bewegt sich das Blut so schnell durch den Darm, dass nicht genug Zeit für die Bakterien bleibt um das Blut schwarz zu färben.

Manchmal können Blutungen im Magen-Darm-Trakt zu langsam sein um sowohl Rektalblutungen oder auch Teerblut zu verursachen. Bei solchen Patienten sind die Blutungen okkult (mit bloßem Auge nicht erkennbar). Das Blut wird nur erkannt, wenn man den Stuhl im Labor nach Blut untersucht (Okkultbluttest). Okkulte Blutungen haben viele derselben Ursachen wie auch Rektalblutungen und können dieselben Symptome wie diese haben. Wegen dem, durch den Blutverlust verursachten, Eisenverlust wird es oft mit Anämie in Zusammenhang gebracht (Eisenmangelanämie).
Gründe für Rektalblutungen beinhalten Hämmorhoiden, Analrisse, Proktitis, Morbus Chron, Divertikulose, eiternde Dickdarmentzündung, ischämische Darmentzündung, Angiodysplasie, Verletzung des Mastdarms, Analkrebs, Darmkrebs, etc.

 

Symptome und Anzeichen für Analen Juckreiz

Analer Juckreiz wird auf Hautirritation um den Anus herum zurückgeführt mit der Begleiterscheinung, dass man das Verlangen hat sich zu kratzen. Die Intensität des Kratzens steigt mit Feuchtigkeit, Druck, und durch Sitzen. Wenn er am heftigsten ist, dann verursacht analer Juckreiz unerträgliches Unwohlsein, welches als brennend und schmerzhaft beschrieben wird. Kratzen macht die Beschwerden noch schlimmer. Behandelt wird analer Juckreiz durch sanftes Abduschen, ohne dabei zu rubbeln oder die Haut zu reizen, und durch Reinigen und vollständiges Trockentupfen. Die Verwendung von Feuchtüchern anstatt Toilettenpapier nach dem Stuhlgang kann hilfreich sein. Örtliche Anwendung von Kortisonsalbe kann ebenso Entzündungen und Juckreiz reduzieren – fortlaufende Vewendung von Kortison kann allerdings die Haut beschädigen. Wenn der Juckreiz länger anhält, sollte ein Arzt aufgesucht und die Ursache untersucht werden.
Gründe für analen Juckreiz beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf, unzulängliche Reinigung, Verzehr von scharfen Speisen, Durchfall, Analrisse, Pilzinfektion, Hämmorhoiden, Madenwürmer, anale Aufreibung, Inkontinenz, und Nässen.